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Seit 2001 spielten die Jugendlichen zunächst auf der Probebühne „Die Welle“, „Hase und Igel“ sowie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, wofür vom Freundeskreis des Brandenburger Theaters der Brandenburger Theaterpreis 2004 verliehen wurde. Seit der Spielzeit 2004/2005 werden die Studiobühne, die Unterbühne und das Foyer der Studiobühne des Großen Hauses bespielt.

Mit der Produktion „Linie 1“ hat das Jugendtheater auch eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der  bekannten Band Hugo Bros. begonnen. Auch für die Inszenierung von „Romeo und Julia“ (Frühjahr 2007) stand die Hugo Bros. Band zur Seite. Mit der eigens von Manfred Opitz komponierten Musik ist diese Version von „Romeo und Julia“ eine Musical-Uraufführung geworden.
Von März 2008 bis November 2010 wurde ein Goethe-Programm erarbeitet. „Mensch Goethe“ war eine Gelegenheit, mit Spaß und Leichtigkeit ein anderes Bild von J.W. Goethe zu schaffen, Berührungsängste abzubauen und Goethe – Liebhabern eine Diskussionsgrundlage zu bieten.

Eine große Herausforderung für Christiane Ziehl und das Jugendtheaterensemble war die Inszenierung von Burgess´ gesellschaftskritischem Stück „A Clockwork Orange“. Mit der darstellerisch wie technisch anspruchsvollen Multi-Media-Produktion zeigte sich das Ensemble in Topform und erntete beim Publikum begeisterten Beifall und ausgezeichnete Kritiken in den Medien. Im Juni 2010 wurde die Produktion zum „21. Bundestreffen der Jugendclubs an Theatern“ nach Leipzig eingeladen. In der Laudatio für „A Clockwork Orange“ verdeutlicht die Jury, warum sie diese Produktion ausgewählt habt: „Die Inszenierung besticht durch eine klare Dramaturgie und das sehr gelungene Zusammenwirken von Schauspiel und filmischen Mitteln. [...] Das Spiel der Jugendlichen ist präzise und auf den Punkt gearbeitet.“

Im Februar 2010 hatte die Jugendtheatergruppe mit Charlotte Roches „Feuchtgebiete“ Premiere. Bis Dezember 2010 waren alle Vorstellungen ausverkauft. Diese Produktion wurde ebenfalls zum 22. Bundestreffen der Theaterjugendclubs nach Lübeck eingeladen. Die Jury begründete: „Das diese scheinbar banale, wie unspektakuläre Story, nach dem populären, aber auch umstrittenen Originaltext von Charlotte Roche, seine ganz eigene Kraft entwickelt, ist dem starken Ensemble des Theater Brandenburgs zu verdanken. Mit großer Spielfreude, äußerster Präzision und vollstem Vertrauen in die Leiterin Christiane Ziehl schaffen die 17 Akteure des Jugendtheaters des Brandenburger Theaters einen beeindruckenden Theaterabend. […] Hier verschmelzen spielfreudige Akteure zu einem absoluten homogenen Ensemble. Respekt!“

Als neue Premiere im Februar 2011 kam „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare heraus. Für den „Sommernachtstraum“ hat das Jugendtheater erstmals mit den Brandenburger Symphonikern zusammengearbeitet. 

Nach „Clockwork Orange“ und „Feuchtgebiete“ konnte auch wieder Thomas Gabriel als Bühnenbildner gewonnen werden, und die gemeinsame Arbeit wurde an dem klassischen Shakespeare Stoff fortgesetzt. Er entwickelte wieder eine ganz eigene Bühnenlandschaft. Die Kostüme entwarf die Gewandmeisterin des Brandenburger Theaters Kathrin Mickan. Das Jugendtheater wurde mit dieser Produktion für den Internationalen Papageno Award nominiert. Die Darstellerinnen Anne Weissbach und Jessica Hoffmann wurden mit dem Goldenen Vogel der Reiman Akademie Linz zum Internationalen Papageno Award ausgezeichnet.

Im Februar 2012 hatte die Produktion „Punk Rock“ von Simon Stephens Premiere. Von Presse und Publikum gleichermaßen umjubelt, wurden Zusatzvorstellungen aufgenommen, um der Besuchernachfrage gerecht zu werden.

Die Cross-Over-Neuproduktion des Jugendtheaters mit Mitgliedern der Brandenburger Symphoniker, „Die Geschichte vom Soldaten“ (Igor Strawinsky, Musik/ Charles Ferdinand Ramuz,Text), entstand 2013 und wurde abermals mit dem Papageno Award in den Kategorien Beste Produktion und Beste Einzelleistungen ausgezeichnet. 2014 kam das Crossover – Singspiel „FrühlingsErwachen“ nach Texten von Frank Wedekind als Uraufführung zur gefeierten Premiere. Das Theaterstück „Grete Minde” feierte im April 2015 Premiere.