Schauspiel

Terror

Schauspiel von Ferdinand von Schirach

Mi 11.10.201719:30 UhrGroßes Haus

Der Bundeswehrpilot Lars Koch steht vor Gericht. Er hat ein Zivilflugzeug der Lufthansa, auf dem Weg von Berlin nach München mit 164 Menschen an Bord, abgeschossen. Warum? Das Flugzeug befand sich in der Gewalt eines Terroristen, der damit drohte, es über der vollbesetzten Münchner Allianz-Arena abstürzen zu lassen. Lars Koch war in einer Ausnahmesituation und hat gehandelt, 164 Menschen gegen 70.000 Menschen. Ist der Angeklagte schuldig oder nicht? Die Zuschauer müssen entscheiden.

„Im Theaterstück rechtfertigt der Verteidiger das Töten damit, dass wir uns im Krieg befänden, und jetzt sprechen Politiker tatsächlich von Krieg … Es wird weitere Anschläge geben, weitere Morde, weiteren Schmerz. Und es wird schlimmer werden. Aber ich glaube an den gelassenen Geist unserer Verfassung, an ihre souveräne Toleranz und ihr freundliches Menschenbild. Es gibt keine Alternativen, wenn wir als freie Gesellschaft überleben wollen.“ (Ferdinand von Schirach)

Ferdinand von Schirach, geboren 1964 in München, ist Rechtsanwalt und Autor. Er war über zwanzig Jahre lang als Strafverteidiger tätig, darunter für Prominente wie Günter Schabowski oder die Familie Klaus Kinski. Seine Erzählungsbände „Verbrechen“ und „Schuld“ sowie die Romane „Der Fall Collini“ und „Tabu“ sind Bestseller. Sein Debütstück „Terror“, im Herbst 2015 uraufgeführt, ist ein leidenschaftlich diskutierter Stoff, der die Grundwerte der bundesrepublikanischen Demokratie auf den Prüfstand stellt.

Die Abstimmungsergebnisse der Zuschauer-Schöffen aller bundesweiten Aufführungen von „Terror“ werden vom Verlag Gustav Kiepenheuer Bühnenvertrieb dokumentiert und sind online einsehbar.


Regie und Bühne: Andreas Rehschuh
Kostüme: Grit Walther
Dramaturgie: Carola Gerbert

Mit: Bernd Geiling, Jonas Götzinger, Florian Schmidtke, Andrea Thelemann, Christoph Hohmann, Denia Nironen

Aufführung des Hans Otto Theaters Potsdam im Rahmen des Theaterverbundes

© HL Boehme

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