Brandenburger Theater

Klassenfeind

Theaterstück von Nigel Williams

Die Schüler warten in einem Klassenzimmer auf ihren neuen Lehrer. Vor allem, um ihn fertigzumachen. Alle, die bisher die Klasse unterrichten sollten, haben aufgegeben. Als niemand kommt, entschließen sie sich, selbst Lehrer zu spielen, und jeder der Jungen hält eine "Stunde". Im Verlaufe dieses Unterrichts erzählen die Jungen von sich, ihren Nöten, ihrem Hass, ihrer Angst und ihren Sehnsüchten. Die Aggressivität untereinander steigt währenddessen stetig an und eskaliert in einem blutigen Konflikt, als sie erfahren, dass man sie aufgegeben hat – dass kein Lehrer mehr kommen wird. Es folgt der Zusammenbruch – sie warten weiter bei offener Tür, aber die Schule ist aus.

Mit seinem Stück „Der Klassenfeind“ (Class Enemy) gelang Nigel Williams der internationale Durchbruch. Es wurde 1978 am Royal Court Theatre in London uraufgeführt. Williams erhielt dafür den Preis für das erfolgreichste Bühnenstück des Jahres 1978. Die deutsche Erstaufführung war im April 1981 an der Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin, Regie Peter Stein.

Die jungen Darsteller des BT-Jugendtheaters arbeiten zurzeit mit Hochdruck an der neuen Inszenierung. Das junge Ensemble besteht aus 13 Jugendlichen 4 verschiedener Nationen, von 4 Schulen aus 2 Bundesländern. Lange Proben, Workshops und Choreografieeinstu-dierungen nehmen oft viel Zeit ein. Neben Schule und Ausbildung setzen sie sich in dem Stück mit Themen auseinander, die sie aus ihrem Umfeld kennen. Auf theatrale Weise werden Situationen und Themen aber überspitzt und der drastischen Jugendsprache im Stück angepasst.


Regie: Steffan Drotleff
Ausstattung:  Thomas Gabriel
Choreografie: Gesine Ringel

Mit dem Ensemble des Brandenburger Jugendtheaters: Julia Müller, Anna Strehlau, Tyra-Lee Hennig, Ben-Arik Mann, Enos Daniel Mac?do Araujo, Vanessa Lisch, Sebastian Ihlenfeldt, Abdul Rahmann, Noortje De Coomann, Pia Moderegger, Simon Pilz, Ariane Leonie Schäfer, Fritz Schulze


Aufführungsrechte: Felix Bloch Erben, Verlag Bühne, Film und Funk Gmb

Bearbeitet von Jürgen Kruse und Peter Stein
unter Benutzung der Übersetzung von Astrid Windorf und August Zirner


Eine Produktion des Brandenburger Theaters mit Unterstützung der „Freunde des Brandenburger Theaters e.V.“