© Mathias Rümmler

Veranstaltungsinfos

Termin

Sa 20.08.202219:30-20:30 UhrGroßes HausTicketszzgl. VorverkaufsgebührSa 27.08.202219:30-21:00 UhrGroßes HausTicketszzgl. VorverkaufsgebührMi 31.08.202219:30-20:30 UhrGroßes HausTicketszzgl. VorverkaufsgebührMi 05.10.202217:30-18:30 UhrGroßes HausTicketszzgl. Vorverkaufsgebühr

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es sich bei der Angabe zur Endzeit der Veranstaltung um eine ca.-Angabe handelt. Es kann zu Abweichungen kommen.

BRAHMS FOR FREE I – IV

Brandenburger Symphoniker

Das erweiterte Auswahlverfahren bei der Chefdirigentensuche beschert den Freunden der Brandenburger Symphoniker und allen, die es werden wollen, einen ganz besonderen zusätzlichen Konzertgenuss im Programm der Symphoniekonzerte – und das bei freiem Eintritt!

Die vier Kandidaten, die es schafften, sich im Feld der Zwölf, die sich Ende Juni 2022 dem Orchester vorstellen durften, zu behaupten, bekommen nun die Möglichkeit, jeweils eine der vier Brahms-Symphonien mit dem Orchester in zwei Proben und einer Generalprobe zu erarbeiten und im Anschluss dem Publikum zu präsentieren.

Sa, 20. August 2022 um 19.30 Uhr
Johannes Brahms: 2. Symphonie op. 73 in D-Dur
Dirigat: Florian Ludwig

Sa, 27. August 2022 um 19.30 Uhr
Johannes Brahms: 4. Symphonie op. 987 e-Moll
Dirigat: Andreas Spering

Mi, 31. August 2022 um 19.30 Uhr
Johannes Brahms: 3. Symphonie op. 90 F-Dur
Dirigat: Mino Marani

Mi, 5. Oktober 2022 um 17.30 Uhr
Johannes Brahms: 1. Symphonie op. 68 c-Moll
Dirigat: Matthias Foremny

Der Eintritt ist frei.
Bitte buchen Sie trotzdem ein kostenloses Ticket an unserer Theaterkasse oder online auf \[www.brandenburgertheater.de]!

Das erste der vier Auswahlkonzerte leitet Florian Ludwig.
Ludwig studierte Dirigieren und Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in München bei Hermann Michael und Helmut Deutsch. Eine klassische Kapellmeisterlaufbahn führte ihn ans Nationaltheater Mannheim und an das Theater Bremen. Von 2008 bis 2017 gelang ihm als Generalmusikdirektor in Hagen, die Beliebtheit des Orchesters regional und überregional deutlich zu steigern. Seine Programmgestaltung und die Weiterentwicklung des Philharmonischen Orchesters wurden 2014/15 vom Verband der Deutschen Musikverleger mit dessen Preis für das beste Jahresprogramm aller Orchester im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dabei wurde v.a. die außer-gewöhnliche Bandbreite des Repertoires gelobt, das alle Epochen der klassischen Orchestermusik und auch Crossoverprojekte mit Bands aus dem Jazz-, Rock- und Popbereich umfasste. Florian Ludwig leitete Produktionen an den Wuppertaler Bühnen, der Volksoper Wien und dem Staatstheater Braunschweig und ist gern gesehener Gastdirigent bei den Bremer Philharmonikern, den Hamburger und Münchner Symphonikern sowie beim MDR Sinfonieorchester Leipzig oder dem Tonhalle Orchester Zürich. Seit 2015 ist er Professor für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik in Detmold.
Mit den Brandenburger Symphonikern erarbeitet Florian Ludwig die 2. Symphonie op. 73 in D-Dur von Johannes Brahms aus dem Jahr 1877. Sie ist eins der populärsten Werke des Komponisten und wurde auch bei der Uraufführung in Wien bereits frenetisch gefeiert: „Die zweite Symphonie scheint wie die Sonne erwärmend auf Kenner und Laien, sie gehört allen, die sich nach guter Mu-sik sehnen.“ (Eduard Hanslick in der Neuen Freien Presse vom 3.1.1878)

Am 27. August tritt Andreas Spering ans Pult.
Er gehört zu den führenden Spezialisten für Alte Musik. 2018/19 leitete er erstmals das Brucknerorchester Linz, das Tonkünstler-Orchester und die Camerata Salzburg. Auf dem Konzertpodium arbeitet Andreas Spering mit Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, der Staatskapelle Weimar, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Gothenburg Symphony Orchestra, dem Scottish Chamber Orchestra u.v.a. zusammen. Opernproduktionen führten ihn u.a. nach Göteborg, Kopenhagen, Antwerpen, Luxemburg, Nantes, Rouen, Strasbourg, Hannover, Essen, Nürnberg, Sevilla sowie mehrfach zu den Händel-Festspielen in Halle und Karlsruhe, wo er neben den großen Mozartopern zahlreiche Werke von Händel, sowie Beethovens „Fidelio“ und Webers „Freischütz“ leitete. In Amsterdam dirigierte er die Wiederaufnahme von Pierre Audis gefeierter Produktion „And you must suffer“. Er wurde geprägt vom Studium bei Gerd Zacher in Essen und von Reinhard Goebels Ensemble Musica Antiqua Köln, dem er mehrere Jahre als Cembalist angehörte. Andreas Spering ist künstlerischer Leiter der Brühler Schlosskonzerte. Seine Diskographie umfasst etliche z.T. preisgekrönte Aufnahmen. Besondere Beachtung fand die bei Sony erschienene Mozart-CD mit Sabine Meyer und dem Kammerorchester Basel.
Unter der Leitung von Andreas Spering wird die 4. Symphonie op. 987 e-Moll von Johannes Brahms präsentiert. Sie wurde am 25. Oktober 1885 in Meiningen uraufgeführt und zählt heutzutage zu den beliebtesten und meistgespielten Orchesterwerken des Komponisten.

Am Mittwoch, dem 31. August, dirigiert Mino Marani die Symphoniker.
Mino Marani wurde 1985 in Cesena (Italien) geboren. In Bologna und in Mailand studierte er Klavier, Kammermusik, Komposition und Dirigieren sowie Semiotik und Kommunikationswissenschaft. Begegnungen mit den Dirigenten und Pädagogen Johannes Schlaefli, Peter Gülke, Sylvain Cambreling und Peter Eötvös haben seine Laufbahn entscheidend geprägt. 2004 bis 2011 gehörte er zum FontanaMIXensemble für Neue Musik. Außerdem hat er in Mailand mit dem Divertimento Ensemble und dem mdi Ensemble gearbeitet. Seit 2011 lebt er in Deutschland. Nach ersten Stationen am Staatstheater Mainz und am Theater Osnabrück wurde er 2015 Erster Kapellmeister am Theater Pforzheim, wechselte zwei Jahre später in die gleiche Position ans Theater Koblenz (Staatsorchester Rheinische Philharmonie) und ist seit 2022 Erster Kapellmeister am Staatstheater Braunschweig. Er assistierte u.a. bei den Berliner Philharmonikern, dem Orchester des Hessischen Rundfunks und beim Orchestre de Paris.
Zu Gehör kommt die 3. Symphonie op. 90 F-Dur. Der Brahms-Biograph Max Kalbeck schreibt zur Uraufführung 1883 in Wien: „Das Publikum fühlte sich von dem herrlichen Werke so innig angesprochen, daß die Huldigungen für den Komponisten einen in Wien kaum zuvor dagewesenen Grad von Enthusiasmus erreichten, so daß Brahms einen seiner größten Triumphe erlebte.“
Die Sinfonie entstand in der Zeit des sogenannten „Musikstreits“ zwischen Vertretern der Neudeutschen Schule, die in sinfonischer Dichtung und Programmmusik die Zukunft der Musik sahen, und Verfechtern der „absoluten Musik“, zu denen auch Brahms gehörte.

Am 5. Oktober stellt sich schließlich noch Matthias Foremny zur Wahl.
Foremny studierte in Detmold und Wien, war 1998 bis 2000 Erster Kapellmeister und stellvertretender GMD am Landestheater Detmold und von 2000 bis 2003 Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. 2002 erhielt er den Bayerischen Theaterpreis für „The Turn of the Screw“ und war Preisträger des Dirigentenforums des Deutschen Musikrates. Von 2003 bis 2012 war Foremny GMD und Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin, seit 2011 ist er Erster ständiger Gastdirigent an der Oper Leipzig. Von 2013 bis 2019 war er Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters und hat seit 2014 eine Professur für Dirigieren und Orchesterleitung an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig inne.
Unter Foremnys Leitung spielen die Brandenburger Symphoniker die 1. Symphonie op. 68 c-Moll von Johannes Brahms. Das Werk wurde nach einem ganze 14 Jahre umfassenden Kompositionsprozess 1876 uraufgeführt. „Nach Beethoven“ noch Symphonien zu komponieren erschien Brahms beinahe unmöglich. Dies tut jedoch dem Erfolg des Werkes keinen Abbruch. Die Symphonie ist dabei von einer „ernsten, fast tragischen Grundstimmung“ geprägt und unterscheidet sich damit sehr von den anderen Symphonien.

Weitere Termine

Sa 20.08.202219:30-20:30 UhrGroßes HausTicketszzgl. VorverkaufsgebührSa 27.08.202219:30-21:00 UhrGroßes HausTicketszzgl. VorverkaufsgebührMi 31.08.202219:30-20:30 UhrGroßes HausTicketszzgl. VorverkaufsgebührMi 05.10.202217:30-18:30 UhrGroßes HausTicketszzgl. Vorverkaufsgebühr