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Veranstaltungsinfos

Termin

Sa 24.09.202219:30-22:00 UhrGroßes HausTicketszzgl. Vorverkaufsgebühr

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es sich bei der Angabe zur Endzeit der Veranstaltung um eine ca.-Angabe handelt. Es kann zu Abweichungen kommen.

SONDERKONZERT NR. 1

KARL HEINZ WAHREN GEDENKKONZERT – Brandenburger Symphoniker

IGOR STRAWINSKY
Apollon Musagète: Apotheose


KARL HEINZ WAHREN
Tango Rag für Klavier Solo
Requiem
Brandenburgische Revue
Bayreuther Impressionen
Auf der Suche nach dem verlorenen Tango


ANTONIO VIVALDI
Sinfonia al Santo Sepulcro


Dirigent: Jon Bara Johansen
Pianist: Tobias Wahren
Sprecher: Daniel Wahren
Es spielen die Brandenburger Symphoniker

Kaum ein Komponist der Musikgeschichte hat einen so starken Bezug zu Brandenburg an der Havel wie Karl Heinz Wahren. Seit 1953 in Berlin lebend, wollte er mit seinen Kompositionen stets ein möglichst breites Publikum erreichen – und eben nicht mit schwer verdaulicher musikalischer Kost das Publikum verschrecken. So fand Karl Heinz Wahren seine musikalische Inspiration eher im Jazz. 1933 in Bonn geboren und in Gera aufgewachsen, kam er zu Beginn der 50er Jahre zum Studium nach Berlin und gründete hier die „Gruppe Neue Musik“, eine Art Selbsthilfegruppe für junge Komponisten, die im etablierten Musikbetrieb nicht recht Fuß fassen wollten. Ein wichtiges Ziel der Gruppe war es, zeitgenössische Musik zugänglich zu machen, zu erklären und somit Barrieren zum Publikum abzubauen, die eigentlich keine sind oder sein sollten.

Der Tagesspiegel beschrieb Karl Heinz Wahren als einen Komponisten, „der dann und wann ganz gern, wenn auch nicht ohne Skrupel, im Grenzbereich zwischen E- und U-Musik vagabundiert“. Somit attestiert die renommierte Berliner Zeitung dem Komponisten Erfolg in seinen vermittelnden Bestrebungen. Sie lobt Wahren für seine „vitale, komplexe und doch eingängige Musiksprache“, die bei den Uraufführungen „starken Beifall“ hervorriefen. Stücktitel wie „Auf der Suche nach dem verlorenen Tango“, „Brandenburgische Revue“ oder „Suite nach Bildern von Otto Dix“ künden von Wahrens Weg zwischen Populärem und Intellektuellem – und von seinem starken Bezug zur Havelstadt. Im Dezember 2021 ist Karl Heinz Wahren verstorben. Grund genug für die Brandenburger Symphoniker, ihm und seinem Angedenken das Eröffnungskonzert der Saison zu widmen.

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