© Daniel Wandke

Veranstaltungsinfos

Termin

So 11.10.202017:00-18:30 UhrStudiobühneTicketszzgl. VorverkaufsgebührSa 05.12.202019:30-21:00 UhrFoyer Großes HausTicketszzgl. VorverkaufsgebührSa 03.04.202117:00-18:00 UhrFoyer Großes HausTicketszzgl. Vorverkaufsgebühr

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es sich bei der Angabe zur Endzeit der Veranstaltung um eine ca.-Angabe handelt. Es kann zu Abweichungen kommen.

Vorstellung entfällt

KAMMERKONZERT – STREICHQUARTETT AMARONE

PASSIONSMUSIKEN VON CHRISTOPHE LOOTEN UND JOSEPH HAYDN – Extras

CHRISTOPHE LOOTEN
les sept dernières paroles du Christ en croix, cinquième quatuor à cordes 2009

JOSEPH HAYDN
musica instrumentale sopra le 7 ultime parole del nostro Redentore in croce,
Hob XX 1/B 1787

Bei den „sieben letzten Worten“ von Joseph Haydn handelt es sich um einen Kompositionsauftrag des Priesters Dr. José Saenz de Santamaria, Marqués de Valde-Inigo, aus Cádiz.
Die sieben Bibelzitate werden von einer Ouvertüre eingeleitet und schließen mit dem Erdbeben (Matthäus 27,52), welches die Göttlichkeit des Gekreuzigten mit der Naturgewalt des Erdbebens identifiziert. Wie schon bei Bach in der „Matthäuspassion“ ist es Haydn ein musikdramaturgisch willkommener Anlass, die Wirkmacht des Erlösers zu illustrieren auf die sieben langsamen Sätze ein forsches Finale folgen zu lassen, welches den Triumph der göttlichen Heilstat für die Menschen positiv interpretiert. Die Thematik der Kreuzigung wird damit unter dem Prisma der gläubigen Zuversicht behandelt, sodass sich eine mitunter befremdlich gelöste Stimmung einstellt. Mit diesem Werk wird deutlich, dass – so vertraut uns heutigen Menschen die klassische Musik scheint – die Beweggründe hinter dieser Musik durchaus ungewohnt sein können und wir uns frei oder kritisch zu dieser Deutung verhalten können.

Aus diesem Grunde bricht Amarone Haydns Zuversicht auf und ersetzt drei Sätze des Werkes durch die Entsprechungen des Pariser Komponisten Christophe Looten. Sein Notentext ist zwar in Bach’scher Tradition reich an Symbolen, wartet aber mit einem zeitgemäß naturalistischen Klangbild auf, mit der Trockenheit der Kehle, dem Verdursten, den Hammerschlägen und der trostlosen Verlorenheit des am Kreuze Sterbenden.
Damit wird der existentiellen, menschlichen und leidenden Kreatur mehr Raum gegeben, was aber immer in der Geschichte des Kreuzes mitschwingt und untrennbar mit der Erlösungsbotschaft verbunden ist. Denn das Kreuz steht fest verankert in der Erde und zeigt offen direkt zum Himmel.

Streichquartett AMARONE:
Philippe Perotto, Violine
Katrin Kösler, Violine
Geraldo Brandigi, Viola
Joachim Köhler, Violoncello

Frank Martin Widmaier, Sprecher

Karten für die geplanten Veranstaltungen im April 2021 können momentan nur reserviert werden.
Der offizielle Verkaufsstart ist von der jeweiligen Lockerungsstufe gemäß der COVID-Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg abhängig und wird gesondert mitgeteilt.
Bis auf Weiteres ist die Kasse wie gewohnt erreichbar:
per Telefon unter 03381 / 511-111 oder per Mail unter [email protected]

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So 11.10.202017:00-18:30 UhrStudiobühneTicketszzgl. VorverkaufsgebührSa 05.12.202019:30-21:00 UhrFoyer Großes HausTicketszzgl. VorverkaufsgebührSa 03.04.202117:00-18:00 UhrFoyer Großes HausTicketszzgl. Vorverkaufsgebühr