VERANSTALTUNGSINFOS

TERMIN

Sa 13.02.2027, 18:00-19:00 Uhr
Foyer Großes Haus
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Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es sich bei der Angabe zur Endzeit der Veranstaltung um eine ca.-Angabe handelt. Es kann zu Abweichungen kommen.

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REWRITING DON GIOVANNI

STREET ART AUS BRANDENBURG - BT Extras

Die Ausstellung stellt die Auseinandersetzung von Street- Art-Künstlerinnen aus Brandenburg mit Mozarts und da Pontes „Don Giovanni“ in den Mittelpunkt. Mit Murals, Stencil-Graffitis, Poster- und Sticker-Art, Installationen, Rap, Street-Lyrics und Hip-Hop-Dance fuhren sie die bedeutende Tradition der aus der Havelstadt kommenden und international wirkenden Street Artists weiter und setzen sich auf besondere Weise mit der Oper auseinander.

Im Zentrum stehen die Verherrlichung von Gewalt und Übergriffigkeit sowie Themen wie sexuelle Nötigung, Machtmissbrauch und Mord. Die Künstlerinnen fragen, warum Don Giovannis Taten oft mit einer gewissen Leichtigkeit oder gar Faszination dargestellt werden. Die berühmte „Katalogarie“ („Madamina, il catalogo e questo“) wird neu eingeordnet: Nicht die amüsante Aufzahlung der Eroberungen steht im Vordergrund, sondern die Reduzierung von Frauen zu Zahlen und Trophäen.

Der „charmante“ Don Giovanni wird als Narzisst entlarvt, der Frauen als Wegwerfartikel behandelt. Donna Anna erscheint als traumatisierte Überlebende eines versuchten Übergriffs und trauernde Tochter, Donna Elvira und Zerlina als Menschen, die sich einem mächtigen Tater entgegenstellen. Zugleich problematisiert die Ausstellung die Gratwanderung zwischen Tragödie und Komödie und fragt, inwiefern diese Vermischung das Leid der Opfer zu banalisieren droht.