VERANSTALTUNGSINFOS

TERMIN

Mi 10.03.2027, 18:00-19:00 Uhr
Foyer Großes Haus
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Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es sich bei der Angabe zur Endzeit der Veranstaltung um eine ca.-Angabe handelt. Es kann zu Abweichungen kommen.

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SCHRIFT ZU BILD ZU MUSIK

SCHRIFTBILDER ZEITGENÖSSISCHER MUSIK - BT Extras

Seit rund einhundert Jahren entwickeln fast alle KomponistInnen der Ernsten Musik eigene Notenschriften: Eine direkte Reaktion auf die radikale Veränderung der musikalischen Sprache. Die traditionelle Notenschrift stieß an Grenzen, da sie auf Tonalität, Metrum und StandardInstrumentenspiel ausgelegt war und komplexe, neue Klangereignisse wie u. a. Microtonalität, atonale Strukturen, komplexe Rhythmen oder elektronische Klänge nicht
präzise darstellen kann.

Komponisten begannen, Geräusche, Cluster oder spezielle Spieltechniken zu erforschen und mussten dafür völlig neue Schriftzeichen entwickeln. Ab den 1950er Jahren werden Symbole, Farben und Linien in Partituren eingeführt, um beispielsweise die Form, die Farbe und das Gefühl des Klangs darzustellen, anstatt nur Tonhöhe und Dauer. Visuelle Kunst verbindet sich mit Musik. Anstelle von runden Notenköpfen auf Linien verwenden Komponisten Zeichnungen, geometrische Formen, Farben, Linienführungen und Texturen. Diese Partituren sind häufig visuell so ansprechend, dass sie oft in Ausstellungen gezeigt werden, selbst wenn man die Musik dazu nicht hört.

In Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste